Museum der Zukunft: Einmal nachgefragt auf Twitter beim „Ask A Curator“-Tag

Ein museales Twitter-Experiment jährte sich vor ein paar Tagen zum dritten Mal: #AskACurator. Sinn und Zweck des „Ask A Curator“-Tages ist, dass kulturinteressierte Twitter-User rund um den Globus teilnehmenden Museen und Ausstellungshäusern jegliche Fragen stellen können, die vor allem in die kuratorische Richtung gehen. Die letzten beiden Aktionstage habe ich bewusst mitbekommen und war überrascht – zum Teil positiv, zum Teil negativ. Denn wo sich die Mitmachenden um gute, intelligente Antworten bemühten, blieb die Anzahl der teilnehmenden Museen hinter den Erwartungen etwas zurück. Doch dies wurde bereits zum damaligen Zeitpunkt ausführlich diskutiert. Dieses Jahr fand #AskACurator am 18.09.2013 statt. Und dieses Mal waren 30 deutschsprachige Museen mit dabei – ein Rekord!

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Es ist #AskACurator-Tag auf Twitter. Grafik von Graefe-Media/http://www.graefe-media.de/

Leider hatte ich an dem Tag selbst nicht so viel Zeit. Aus diesem Grund schickte ich eine einfache, simple Frage ins Twitter-Universum, die mich auf dem Blog hier immer wieder beschäftigt. Die Frage nach der Idee und den Vorstellungen zum „Museum der Zukunft“. Sie Frage war offen gestellt und ich war gespannt, welches der Museen aus Deutschland mir eine Antwort schicken würde. Und so erreichten mich im Laufe des Tages einige Tweets. Hier eine Auswahl:

1. Ein viel gefordertes Element des Museums der Zukunft nannte das Museum für Kommunikation in Frankfurt: Partizipation.

2. Die Burg Posterstein greift ein elementares Denken der Museen auf, die kein Museum in seinen Grundzügen aus den Augen verlieren sollte.

3. Und auch dass Essl Museum, das demnächst Facebook-Fans mitkuratieren lässt, bringt einen entscheidenden Parameter mit ins Spiel: Den Besucher.

4. Gut gefiel mir auch die Antwort vom Schloss Friedenstein, denn sie spielt an auf etwas, was den meisten Museen gar nicht bewusst ist: Der USP.

5. Das Osthaus Museum Hagen ist fast meine Lieblingsantwort, da ein Museum für viele viele Menschen immer noch eins bedeutet: Ein Ort, wo man nicht hingeht.

6. Und das Verkehrsmuseum bringt mit seinem Tweet ein „Unwort“ der Museumsbranche mit ins Spiel, was ich wiederum wieder gut finde: Unterhaltung.

7. Oft sind es die nahe liegenden Dinge, die es gilt in den Mittelpunkt zu rücken. Wie es das Historische Museum Frankfurt formuliert: Für die Menschen da sein.

Was bleibt am Ende als Fazit aus den Antworten: Ich habe weitere und vor allem gute Ansätze für das „Museum der Zukunft“ bekommen – von einigen Museen, die nicht bei meiner Interview-Reihe zum Thema mitgemacht haben. Alleine dafür hat sich mein Tweet mit Hashtag #AskACurator schon gelohnt. Ein weiterführendes Fazit müssen die ziehen, die bei der Aktion selber mehr „am Ball“ waren🙂

2 Kommentare

  1. Danke für die Zusammenfassung – wir konnten am #askacurator day nicht alle Antworten verfolgen. Schön zu sehen, dass eigentlich der Grundtenor aller befragten Museen ist, dass Besucher und Besucherpartizipation ein immer wichtigeres und vor allem nicht zuvernachlässigendes Element des Museums der Zukunft werden!

    1. Richtig! Vielen Dank für’s Mitmachen🙂 Beste Grüße aus Hamburg. Sebastian Hartmann

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