Postet mehr Fan-Stuff! Was Museen und Ausstellungshäuser mit Instagram machen könn(t)en

Bitte mehr „Fan-Stuff“ posten! Ich greife einmal das Fazit meines Artikels zu den Nutzungsmöglichkeiten von Instagram, der bei Smartphone-Nutzern beliebten Foto-App mit Filter-Funktion, direkt zu Begin auf. Der Blogpost war eigentlich schon länger fällig, da sich Instagram als einer der beliebtesten Foto-Apps überhaupt für IOS und Android im vergangenen Jahr durchgesetzt hat (es gibt auch vergleichbare Apps wie EyeEm oder Tadaa, doch die Nutzerzahlen sind noch deutlich geringer). Ich selbst nutze die App fast jeden Tag, weil sie Spaß macht, die Filter gut funktionieren und die Community gerne Feedback gibt.

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Die Weboberfläche von Instagram. Auch nicht-Smartphone-User können sich anmelden.

Das Prinzip ist einfach: Die Nutzer schießen Bilder und verwandeln sie mit einem der in der App verfügbaren Filter zu kleinen fotografischen Besonderheiten. Selten ein Bild, das nicht irgendwie schön und kunstvoll daher kommt. Zusätzlich werden die Bilder ähnlich wie bei Twitter mit Schlagworten versehen, damit sie über die „Entdecken-Suche“ zu einem bestimmten Motiv zu finden sind. Andere Nutzer wiederum versehen die Bilder mit einem Ort, wodurch eine fotografische Landkarte entsteht. Mittlerweile sind so einige Museen bei Instagram angemeldet. Sie verbreiten Content über die App, welche von den Followern dort auch gut angenommen wird. Doch welchen Mehrwert kann man als Museum darüber hinaus aus dieser äußerst regen Foto-Community ziehen? Zum Beispiel Folgenden: Warum nicht – wie ich es bei einigen Unternehmen schon mal gesehen haben – einfach eine Greatest Hits-Collection ausgewählter Bilder, die im, am oder um das Museum herum entstanden und mit dem Namen des Hauses verschlagwortet worden sind, im dem meist genutzten Netzwerk Facebook als „Funstuff-Galerie“ hochladen. Marken wie DIESEL (Kampagne: „Diesel celebrates you“) oder Mercedes Benz (die immer wieder mal ein Facebook-Album namens „Instagram Special – #mbphoto“ veröffentlichen) machen es vor. Gibt man den Namen verschiedener Museen ein, wird eine beträchtliche Fülle an Bilder ausgespuckt. Ich habe es testweise einfach mal mit 4 Museen durchexerziert.

1

Instagram-Fotos von Usern zur Schirn Kunsthalle (#SCHIRN). Fotos von: @sommerschaf, @josie_farquharson, @marcelschweitzer und @christina_simon (v.l.n.r./v.o.n.u.)

2

Instagram-Fotos von Usern zum Ozeaneum Stralsund (#Ozeaneum). Fotos von: @esseidenn, @missy_ctok, @immi82 und @victoria_hahnemann (v.l.n.r./v.o.n.u.)

3

Instagram-Fotos von Usern zu den Deichtorhallen (#Deichtorhallen). Fotos von: @maerzkindchen, @viickyyyy__, @patrickgamm und @bol_hamburg (v.l.n.r./v.o.n.u.)

4

Instagram-Fotos von Usern zum Museum Ludwig Köln (#MuseumLudwig). Fotos von: @picturesque_c, @goldentreasury, @indigo_mint und @bine_b_(v.l.n.r./v.o.n.u.)

Alle Bilder sind zufällig aus den letzten 20 Bilderuploads auf Instagram gewählt. Die User, die Museen besuchen, scheinen ihren Besuch gerne zu dokumentieren. Und sie scheinen Wiederholungstäter zu sein. Warum dann nicht diese Nutzer mit ins Boot holen und ihre kleinen fotografischen Kunstwerke wertschätzen, indem sie als besondere Galerie irgendwo abgebildet wird. Dabei sollte aber bedacht werden, den Nutzern auch Bescheid zu geben. Zum Beispiel in dem man sie via Instagram darüber informiert, dass ihre Bilder besondere Wertschätzung erfahren. Viele Nutzer werden sich darüber sicher freuen – und beim nächsten Besuch wieder Instagram starten, um erneut Bilder im Netz zu verbreiten und bei ihren Followern die Werbetrommel für eine Ausstellung oder ein Museum in Bild und Tags rühren.

Hinweis 1: Gibt man #Stadtmuseum, #Kunstmuseum, #Landesmuseum oder #Kunsthalle bei Instagram ein, erscheinen Bilder verschiedenster deutscher Häuser. Diejenigen, die dort aktiv sind oder planen aktiv zu werden, sollten sich ein spezielles Hashtag überlegen und das offensiv nach Außen kommunizieren. Ein Foto kann noch so schön sein – wenn man es durch einen fehlenden Hashtag nicht findet, hilft das weder dem Nutzer, noch dem Museum.

Hinweis 2: Der Instagram-Feed des eigenen Kanals lässt sich auch ganz einfach via Social App auf der Facebook-Fanseite abbilden.

Hinweis 3: Seit kurzem ist Instagram um die 15 Sekunden-Film-Funktion erweitert worden. Hier lässt sich natürlich auch  hervorragend mit im Social Web arbeiten. Besonders was die Arbeit mit den Fans und Followern betrifft. Gezielt lassen sich hier vor allem online-offline-Synergieeffekte erzielen.

Hinweis 4: Liebe Museen, probiert es aus und postet mal mehr Fan-Stuff. Denn meist handelt es sich dabei um positives, visuelles Feedback, das die Begeisterung der User für eine Ausstellung, ein Kunstwerk oder das Museum ausdrückt.

2 Kommentare

  1. […] Sebastian Hartmann fordert die Museumswelt auf, Instagram zu nutzen. In seinem Blogbeitrag reflektiert er, wie ein Museum mit der Foto-Sharing-App seine Besucher binden und stolz machen kann. dermuseumsheld.wordpress.com […]

  2. Guter Beitrag, gute Tipps! Vielen Dank vom #HausderKunst, das nicht nur twittert sondern auch instagramt und sicher mal den ein oder anderen Tipp umsetzen wird😉

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