Stellt eure News zusammen! Was Museen und Ausstellungshäuser mit RebelMouse machen könn(t)en

Bei jedem neuen Tool, das die wunderbare Welt des Social Webs so hervorbringt, überlege ich nach der ersten Zeit der Beobachtung, welchen Nutzen es für ein Museum haben könnte. Vor einigen Monaten habe ich bereits zu Pinterest, und wie ein Museum das Netzwerk nutzen kann, einen Blogpost verfasst. Da ich mich mittlerweile seit einigen Monaten immer mal wieder mit RebelMouse auseinander gesetzt habe und stets mit den Herausforderungen der Museumsarbeit konfrontiert bin, möchte ich ein paar Zeilen und eine Idee zu dem Social Web-Tool mit dem lustigen Piraten-Maus-Logo formulieren. Weitere Blogposts zu neuen und nicht mehr ganz so neuen Technologien werden noch folgen.

rebelmouse

Rebelmouse-Loginseite: Um mit Rebelmouse zu starten benötigt ein Museum einen Account bei Facebook, Twitter, Google+ oder Instagram.

Auf dem stARTcamp 2012 in Köln hielt Annette Schwindt einen Vortrag zum Thema „Newsrooms“, bei dem sie auch Rebelmouse vorstellte. So ein Newsroom ist in dreierlei Hinsicht eine gute Sache. Die User können online sehen, was ein Museum oder auch über ein Museum im Netz geschrieben wird, die Mitarbeiter/innen eines Museums können sich schnell über die Aktivitäten des eigenen Hauses informieren und zudem können alle eigens und fremd produzierten Beiträge in einer Art Historie gespeichert und somit archiviert werden. Newsrooms können sowohl extern aufgebaut, als auch über die eigene Website eingebunden werden. Alles in allem hat ein Museum somit eine gute Darstellungsform seiner Außenkommunikation und Online-Reputation. Gerade beim letzten Aspekt möchte ich meine Idee zu „Museum und RebelMouse“ anknüpfen.

newsroom

Nur wenige deutsche Museen haben einen (social) Newsroom auf ihrer Website integriert. Ein Beispiel dafür ist das Museum Kunstpalast Düsseldorf

In vielen Museen gibt es keine adäquate Dokumentation des Online-Pressespiegels. Hier kommt das Tool mit der Maus ins Spiel. RebelMouse bietet mit seinen Funktionen einen ganz simplen Werkzeugkoffer, um diese Aufgabe zu bewerkstelligen. Mit wenigen Klicks ist dort nicht nur ein Account angelegt, sondern lassen sich sowohl eigene Beiträge erstellen (Publishing), als auch definierte Posts von  Twitter, Facebook und allen anderen Websites (automatisch) importieren (Aggregator). Als Ergebnis erhält ein Museum somit eine optimale Darstellung des Feedbacks in der Online-Welt gekoppelt mit eigens definierten Beiträgen. Genau das verspricht RebelMouse bereits auf der Startseite vor dem Login: „RebelMouse organizes your online presence into a beautiful, dynamic and social site – in minutes“. Genau das, haben bereits einige wenige deutsche Museen genutzt. Beispiele sind das NRW-Forum Düsseldorf, das Deutsche Currywurst Museum Berlin oder die Deuchtorhallen Hamburg, die sowieso alle eine sehr hohe Aktivität im Social Web aufweisen.

NRW-Forum Rebelmouse

Rebelmouse-Front Page vom NRW-Forum Düsseldorf

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Rebelmouse-Front Page vom NRW-Forum Düsseldorf

Eine Grundvoraussetzung für die Anmeldung in der Beta-Version ist ein Account bei Facebook, Twitter, Google+ oder Instagram. Leider ist eine Registrierung per Mail nicht möglich. Das Ergebnis überzeugt aber durchaus. Die Pinnwand-ähnliche Front Page ist nicht nur wunderbar anzuschauen, sie gibt vor allem jedem User einen schönen Überblick über die Aktivitäten und die Reputation des Profilinhabers. Alle Beiträge werden angeteasert, sind editier- und sortierbar, verschiedene Kategorien in Reiterform lassen sich (versteckt und öffentlich) anlegen.

Da RebelMouse immer noch in den Kinderschuhen steckt, dürfte es noch zu weitergehenden Erweiterungen kommen. Annette Schwindt hat die Gründer und CEO Paul Berry zur Rebelmouse interviewt und dabei nicht nur erfahren, warum es mehr als ein einfacher Aggregator ist, sondern auch, wie die Zukunftsaussichten aussehen. Hier kann man einmal nachlesen, wohin die Reise geht. Bei allen Vorzügen, die Rebelmouse bietet, fehlt mir bisher eine wichtige Funktion: die netzwerkinterne Suche. um gezielt nach speziellen Accounts (wie Museen) zu suchen.

Dennoch: Rebelmouse ist einfach zu bedienen, bietet viele Vorteile beim Kuratieren, Veröffentlichen und Abspeichern von Inhalten, reagiert auf Wünsche der User und ist zudem kostenlos – wie so vieles im Social Web.

One comment

  1. Vor einiger Zeit begann ich eine Seite auf rebelmouse ( http://goo.gl/JeSek ) aufzubauen und finde die mittlerweilen dazu gekommenen features prima. Wenn es so weiter geht, dann wird das sicher ein beliebter Service. Man kann gespannt sein…Ich finde es viel übersichtlicher als z.B. die timeline von facebook oder blogs von tumblr. Besonders für Interessenten meiner Arbeit, die nicht sehr aktiv sind in Social Media können bei rebelmouse meine Aktivitäten im Überblick anschauen.

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