„Hallo Museumsbesucher, so bleibst du mit uns in Kontakt“ – warum es sich lohnt, im Museum auf Social Media-Aktivitäten hinzuweisen.

Der Überraschungsmoment ist eigentlich immer der Beste. Man stelle sich folgende Situation vor: Ein Museumsbesucher erkundet eine Ausstellung und ist hellauf begeistert. Das ist erst einmal gut für ein Museum. Er flaniert mehrere Stunde durch die Räume, liest Texte, hört Auszüge des Audioguides, kauft sich einen Katalog und sagt sich: „Hier komme ich bestimmt noch einmal wieder hin“. Ebenfalls gut.

Deutsches Currywurst Museum Berlin

Um jene Personen am Ende Ihres Besuches abzuholen, ihnen die Chance zu einem Feedback zu offerieren, ihnen etwas an die Hand für zukünftig Stattfindenes zu geben und sie zu einem Wiederkommen zu animieren – dafür gibt es verschiedene mögliche klassische Maßnahmen: Eine Liste für den Mail-Newsletter oder für die Zusendung des Halbjahresprogramms, ein Gästebuch für das Hinterlassen eines Kommentars, der persönliche Hinweis durch das Kassenpersonal, und und und.

NRW-Forum Düsseldorf

Eingangsbereich des NRW-Forums Düsseldorf mit Hinweis auf die Facebook-Fanseite inklusive QR-Code

Doch das, was sich in vielen Museen noch nicht durchgesetzt hat – obwohl Sie vermehrt im Social Web, bei Facebook, Twitter, Youtube, Google+ und bei vielen weiteren, aktiv sind – ist ein Hinweis auf diese Aktivitäten im Museumsgebäude selber. Warum nicht den Besuchern am Ein-/Ausgang zeigen, dass sie das Museum „antweeten“ können, dass sie dem Museum ein Foto auf die Pinnwand schicken können, dass sie mit dem Blog aktuelle Geschichten zu kommenden Sonderausstellungen bekommen können,… Ohne entsprechenden Hinweis mit Aufsteller, Rollup, Bildschirm, Kärtchen oder Banner würde das Offline-Publikum nicht unbedingt nach einem speziellen Museum suchen (dazu muss gesagt werden, dass mittlerweile ein Großteil der aktiven Museen auf ihrer Website die Social Web-Präsenzen per Icons verlinken).

Deutsches Currywurst Museum Berlin

Eingangsbereich des Deutschen Currywurst Museums Berlin mit Hinweis auf die Facebook-Fanseite inklusive QR-Code

Die Vorteile eines „plakativen Hinweises“ liegen auf der Hand:

  1. Steigende Zahlen von Fans und Followern bei den Social Web-Accounts eines Museums
  2. Steigenden Zahlenvon Fans und Followern, die auch garantiert im Museum gewesen sind
  3. Steigende Zahlen von Fans und Followern, denen es im Museum gefallen hat und die gerne ein Feedback geben
  4. Steigende Zahlen von Fans und Followern, die nicht nur Feedback geben, sonder auch auf dem laufenden gehalten werden wollen.
  5. Steigenden Zahlen von Fans und Followern, die sich eventuell aktiv an Diskussionen und bei Aktionen beteiligen und die Aktivitäten weiterempfehlen.
Museum für Völkerkunde Hamburg

Flyer des Museums für Völkerkunde Hamburg mit Hinweis auf die Facebook-Fanseite und die Twitter-Präsenz

LVR-Landesmuseum Bonn

Eingangsbereich des LVR-Landesmuseums Bonn mit Hinweis auf die Facebook-Fanseite

Doch es geht natürlich nicht nur um die reinen Fan- und Followerzahlen. Wichtiger ist das, was in den Punkten nach dem Komma steht. Besonders in Bezug auf Facebook und vor dem Hintergrund eines vor kurzem veröffentlichten Artikel auf t3n. Dieser besagt nämlich, dass lediglich ca. 1 % der Fans interagieren. Die Wertung zu diesem Prozentsatz mal außen vor, würde jedoch einer vergrößerte Community bei Facebook – vor allem durch Anstieg der Offline-Besucher aus dem Museum – diesen Wert relativieren. Aber auch eine Präsenz wie auf Qype lässt sich mit gezielten Maßnahmen nicht nur bewerben, sondern auch als Empfehlungssteckbrief im Netz nutzen. Damit aber der Museumsbesucher dort auch ein Museum bewerten kann, muss er wissen, dass er es erst einmal grundsätzlich überhaupt kann.

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