„Branding and Banding“ – Warum die TATE die beliebteste Marke der Twitter-Community in Großbritannien ist

Heute habe ich bei einem Blick in die Facebook-Gruppe „Museum Web2.0er“, die ich vor einiger Zeit gegründet habe, einen spannenden Hinweis auf einen Artikel entdeckt:

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Wo beim Microblog-Anbieter Twitter vorwiegend Unternehmensmarken wie Starbucks, Coca-Cola oder Oreo die ersten 10 Plätze (auf internationaler Ebene) einnehmen, sieht das in Großbritannien etwas anders aus. Hier gehört twitter.com/Tate zu der obersten Garde und belegt auf der Beliebtheitsskala Platz 1. Der aktuelle Followerwert ist weit über 400.000 (Die Zahlen im freshnetworks-Artikel sind von 2010), der Klout-Wert liegt konstant bei 70. Dafür Glückwunsch an die TATE! Doch woher kommt der Erfolg des Museums als Marke und warum folgen ihr so viele. Das wurde auch in dem Artikel auf http://www.freshnetworks.com gefragt. Die Lösung ist manchmal ganz einfach und in 3 Punkten zu nennen:

  1. „Good Information“: Die TATE nutzt ihren Twitter-Account, um an interessierte Menschen wertvolle informationen und Hinweise weiterzugeben. Generell findet sich hier nicht nur eine hohe Informationstransparenz zu aktuellen veranstaltungen, Ereignissen und Terminen im Museum. Typische Tweets aus der Kategorie „Aktuelles“ wie zum Beispiel „Ausstellung XY ist noch bis morgen geöffnet. Letzte Chance“ haben hier ihren Platz.
  2. „Quick Response“: Die TATE ist eine Institution, die die Fragen der Twitterer, die mit @-Erwähnung an die TATE gestellt werden, Ernst nimmt und umgehend beantwortet. Dies ist ein Service, der in dem Medium ein absolutes Muss ist. Denn wer nutzt gern einen schnelles, kurzweiliges Kommunikationsdienst, bei dem einseitig gehandelt wird und man keine Antwort auf ein Anliegen bekommt. Keiner. Deswegen geht die TATE auf jeden Fragebeitrag ein und antworte zügig und mit richtiger Ansprache. Auf diesem Wege wird eine Fan-Community aufgebaut. Womit wir beim dritten und einem sehr entscheidenden Punkt wären.
  3. „Enjoy, Have Fun“: Mit dem Twitter-Account vermittelt die TATE kontinuierlich Spaß und baut so eine Gemeinschaft auf, die dies wertschätzt. Das Vergnügen, was man bei Twitter haben kann, wenn man lustige Tweets oder Fotos aus Gallerien anschaut, die von der TATE veröffentlicht werden. Diese Inhalte werden von der TATE ebenso und gleichwertig publiziert wie die allgemeinen und für den Museums- und Alltstellungsbesuch relevanten Informationen“. Und stets wird Twitterern, die bekunden ins Museum zu kommen, viel Spaß gewünscht. Also scheint „Spaß“ eines der entscheidenen Schlüssel zu sein, um langfristig nicht nur Besucher und twitterer zu binden sondern auch ein Museum als Marke in den Netzwerken zu etablieren.
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Twitter-Profil des Tate-Gallery London

Das Gesamtkonzept des Social Media-Auftritts liegt der Hand (und funktioniert): Nicht nur die Marke TATE (die als solche bereits gut etabliert ist) soll mit dem Werkzeug Twitter gestärkt werden (also das klassische „Branding“) sondern auch das Engagement und das Binden des Users, Fans und Followers („Banding“) an das Museum – unter anderem mit dem Faktor Spaß und Freude an Kunst und Kultur. Etwas – so denke ich – was sich nahezu jedes Museum auf die Fahne schreiben sollte.

Wer einen noch tieferen Einblick in das Konzept des Museums für die Webaktivitäten haben möchte: Auf der Website hat die Tate ihre Social Media-Strategie veröffentlicht.

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