Neue Tools im Social Web: Was Museen und Ausstellungshäuser mit Pinterest machen könn(t)en

Regelmäßig sprießen kleine(re) Social Media Netzwerke, Social Apps und andere sinnvolle, sinnige oder auch sinnlose Technologien aus dem Boden des Internets. Das ist das Social Web. Es entwickelt sich weiter. Neue Dinge kommen hinzu, manche etablieren sich längerfristig manche verschwinden wieder von der Bildfläche. Pinterest ist ein solches, neues Netzwerk.  Und in Bezug auf Urheberrecht nicht ganz unumstritten. Einen guten, ausführlichen Artikel dazu gibt es auf Spreeblick. Aber nun kurz einmal zum Tool: Pinterest ermöglicht es – in wenigen Worten zusammengefasst – verschiedene Boards (Pinnwände) anzulegen, sie thematisch zu sortieren und Fotos aus verschiedenen Quellen dort anzupinnen. Diese Quellen können aus dem Netz stammen (einen entsprechenden Hinweis findet sich dann auch auf dem einzelnen Pin) oder man lädt eigene Inhalte hoch. Diese gepinten Inhalte können von allen Followern „gerepint“ werden. Dass heißt, dadurch wird der bereitgestellt Inhalt wie bei anderen Social Media Networks auch (Facebooks „Teilen“ oder Twitters „Retweeten“) ins Netzwerk gestreut. Ein ziemlich einfaches System wenn man sich einmal „eingefuchst“ hat.

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Eigens erstelltes Board zu einem fiktiven „Mona Lisa-Shop“ eines Museums

Ein erster Gedanke für die Nutzung für Museen kam mir ziemlich schnell in den Sinn. Warum nicht thematische Pinnwände zu speziellen Museumsthemen erstellen, die z.B. einmal die Shopprodukte in den Fokus rückt, schön darstellt und einfach teilbar macht. Ich habe dazu einfach mal einen imaginären Mona-Lisa-Webshop mit allerlei Merchandise angelegt. Dies ist natürlich nur fiktiv, ist aber – wenn man die Sache weiterdenkt – ein ganz nettes Geschäftsmodell für Museen mit eigenem Shop.

Zwei deutsche Museen sind mittlerweile schon dort vorzufinden. Das NRW-Forum Düsseldorf und das Mercedes-Benz Museum Stuttgart. Beide „alte Verdächtie“ wenn es um Social Web-Nutzung geben. In den beiden folgenden Screenshots ist beispielhaft zu sehen, wie die Museen ihre ersten Boards angelegt haben. Das Museum der Automarke hat eine Art Online-Collection mit Fotos verschiedener Mercedes-Benz-Modelle darausgemacht. Die Ausstellungshalle geht ausstellungs- und themenbezogen an die Sache heran. Neben Motiven der aktuellen Foto-Ausstellung „The State Of The Art Photography“ gibt es zum Beispiel ein Board zum temporären „Toykio“-Shop.

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Pinterest-Board vom Mercedes-Benz Museum „Timeless – 60 years of the Mercedes-Benz SL“

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Pinterest-Board des NRW-Forums Düsseldorf zum Toykio-Shop

Ich werde Pinterest mal weiter beobachten, bin mir aber sicher, dass es sich weiter großer Beliebtheit in der Netzwelt erfreuen wird. Für Nutzung durch Museen stellt sich dann nur die Frage, an welchen Stellen es einen Einsatz finden könnte.

Jenni Fuchs aus Berlin hat zum Thema auch zwei Blogposts (in Englisch) erstellt: Einmal eine Einführung zu Pinterest und einen Beitrag mit Nutzungsbeispielen von Museen.

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