Mit dem iPad auf Fundgeschichten-Expedition im LWL-Museum für Archäologie Herne

Neue Medien und soziale Netzwerke aktiv in die Museumspädagogik zu bringen – das ist eine Herausforderung auf mehreren Ebenen für Museen. Zumal Schulklassenbesuche meistens auf eine Zeit von 1 1/2 Stunden begrenzt sind. Vor einiger Zeit war ich im LWL-Museum für Archäologie in Herne, um bei der Vorbereitung des Programms „ArchäoLOGIN“ unterstützend zu beraten. Nun war es vergangene Woche soweit: Das Konzept für das Programm war festgezurrt, die Technik stand auf Start, die Sonderausstellung „Fundgeschichten“ (die den Rahmen für das Programm bildet) war eröffnet und erste Schulklassen angemeldet. Am gestrigen Freitag präsentierten Direktor Joseph Mühlenbrock und Museumspädagoge Michael Lagers, der ArchäoLOGIN initiiert und konzipiert hat, der Presse das neue museumspädagogische Projekt.

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Schüler/innen in der „Fundgeschichten“-Sonderausstellung mit dem iPad unterwegs

Ab nun können Schüler/innen der Klasse 5 – 9 in der neuen Sonderausstellung „Fundgeschichten“ innerhalb von ArchäoLOGIn mit iPads auf Expedition gehen, die Objekte erkunden und die Geschichten dahinter festhalten. Die Erfahrungsberichte, die auf den Apple Tablets erstellt werden, werden im Anschluss an den Ausstellungsrundgang ins Social Web ein. Die Basis dafür ist der Fundgeschichten-Blog auf Posterous. Die Inhalte sind die Eindrücke vom Gesehenen via Bild, Text oder kurzen Filmen. Nach Befütterung des Blogs können die Teilnehmer/innen die Beiträge auch über ihre privaten Accounts im Web2.0 streuen. Die ersten Beiträge sind auch schon online und gefallen mir persönlich sehr gut!

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„Fundgeschichten“-Blog, auf dem die Schüler/innen ihre Beiträge aus der Sonderausstellung einspeisen

Das museumspädagogische Programm im LWL-Archäologie-Museum ist der erste seiner Art in Deutschland. Es ist ein Projekt auf der Schnittstelle von Kultur-, Geschichts- und Archäologieerfahrung sowie technischem Knowhow und Medienkompetenz. Besonders beim letzten Punkt wichtig: Die Schüler/innen müssen die Inhalte nicht nur erstellen, sondern akribisch prüfen, bevor sie das Erstellte in ihrem Namen im Netz veröffentlichen. Der kritische Umgang mit den sozialen Netzwerken steht dabei ebenso im Mittelpunkt wie die verfassten Inhalte zu den Objekten selbst. Innerhalb des Museumsbesuch steht den Schülern/innen eine fachkundige Leitung zur Seite.

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Schüler in der „Fundgeschichten“-Sonderausstellung mit dem iPad unterwegs

Ich beobachte „ArchäoLOGIN“ weiter und bin gespannt, wie der Blog sich noch weiter füllt. In den nächsten Wochen werde ich auch mal vor Ort zu sein, um zu sehen wie eine Schulklasse sich durch die Ausstellung bewegt. Und natürlich bin ich sehr auf die „Fundgeschichten“-Präsentation ansich gespannt.

Übrigens: Die technische Ausstattung wurde durch die Bildungs- und Erziehungsstiftung der Herner Sparkasse ermöglicht. Dies verdeutlicht auch, welche Bedeutung Neue Medien und Social Web mittlerweile auf dem Bildungs- und Kultursektor haben. Und dies wird in Zukunft weiter ansteigen. Da bin ich mir sicher. (Hier geht’s zur Pressemitteilung:http://www.lwl.org/pressemitteilungen/mitteilung.php?urlID=24653)

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