Rock am Ring 2012 in Echtzeit: Nicht mittendrin und doch mit dabei.

Stell dir vor, es ist Rock am Ring und du bist nicht dabei. Doch dann ist man doch mit dabei. Irgendwie. Zwar nicht am Nürburgring, aber doch „hautnah“ in der Menge. Wie das geht? Ganz einfach. Mit den heutigen Möglichkeiten des Internets.

Doch der Reihe nach. Vor 10 Jahren war ich zum letzten Mal beim größten und bekanntesten Festival Deutschlands: Rock am Ring. Seit damals hat sich wenig verändert: Eine gute Location, herausragendes Lineup jedes Jahr, nicht ganz so günstigeTicket-Preise, Regenwetter in der Eifel. Dieses Jahr ist meine Freundin und einige Freunde hingefahren. Ich blieb daheim und merkte schnell, dass mich innerlich das Festivalfieber packte. Zu spät. Jedenfalls um vor Ort zu sein.Bildschirmfoto_2012-06-03_um_19.52.35.png.scaled1000

Doch dann mehrten sich die Posts der Freunde bei Facebook vom RaR-Treiben. Fotos, kurze Videos, Statusmeldungen. Auch auf verschiedenen Fanseiten wurden die Bands des Wochenendes angekündigt. Und ehe ich mich versah, klickte ich mich durch verschiedene Links und musste feststellen, dass man sich das Festival ganz gut „nach Hause holen“ kann.

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Durch ein weng Suchen und Finden gelangte ich zu einem Interview von „The Hives“, einer meiner Lieblingsbands und Fotos von Ihrem Auftritt. Nach und nach füllten sich die Seiten von (voran) DAS DING, Eins Live und Eins Plus mit Fotogalerien, Backround-Berichten, „Quatsch und Comedy“,… Alles gut, und on top obendrauf: Ein Livestream vom Festival. Die Sendezeiten wurden vorab bekannt gegeben und so konnte man sich erst recht Vorfreude aufkommen lassen (allerdings nicht, wenn man Fan von Linking Park ist. Diese verboten die Aufnahme, sogar die Übertragung auf dem Festival auf die Großleinwände…).

Und so schaute ich mir am Wochenende zum Beispiel den Großteil der Auftritte von „Gossip“ und „Caligola“ an. Und Ausschnitte von verschiedenen anderen Bands. Auf Twitter war #rockamring zwischenzeitig Trending Topic. Es wurde viel geschrieben, wie auch die Twitterwall auf der Website von „Das Ding“ verriet. Es wurde kommentiert, gelobt und gelästert – wie das halt so bei Twitter und verschiedenen Musikgeschmäckern ist. Gleiches gilt übrigens auch für die Facebook-Seite von Rock am Ring.

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Da ich nicht das ganze Wochenende vor dem Computer saß, erfreute mich um so mehr die Statusmeldung von Billy Talent, die über ihren Tumblr-Blogeintrudelte. Das komplette (!) RaR-Konzert wurde aufgezeichnet und auf Youtube hochgeladen. Das ist doch mal ein Service, dachte ich mir und klickte das Video an – ohne dass das böse GEMA-Schild aufplöppte.

Es hat sich also doch was verändert, in den letzten 10 Jahren Rock am Ring. Heutzutage kann man das Event im Netz nahezu in Echtzeit mit erleben. Mit allem Drum und Dran. Natürlich ist es nicht das Gleiche wie vor Ort zu sein. Man ist nicht mittendrin, aber irgendwie halt doch mit dabei🙂

Liebe andere Festival-Betreiber (aber auch andere Kulturschaffende): Nehmt euch ein Beispiel daran! Die, die nicht dabei sein können, werden es euch danken. Und vielleicht im Folgejahr kommen.

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PS: Und natürlich geht kein Bericht im Web über die Erzählungen und Schnappschüsse der Freundin, die ich heute sehen/hören durfte😉

PPS: Und natürlich gehört sich ein Dankeschön via Twitter an die fleißigen Macher nach so einer gelungenen Übertragung.

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