Transmedia Storytelling @stART11 – die Konferenz mit dem „I“-Faktor: Impulse, Ideen, Inspiration, Interaktionen, Input

Die Werbung bzw. das Marketing hat seine vielen „P“s, Social Media scheint seine vielen „I“s zu haben. Zu dieser Feststellung kamen Tanja Praske (@TanjaPraske, Residenzmuseum München) und Saschaa Hüsing (@Hobbbes, IHK-Zeitschriften) am 2. Tag der stARTconference 2011 in Duisburg vergangene Woche. Das geschah in einem Gespräch, in das ich dazustieß. Eigentlich sollten es für einen Tweet zur #stART11 nur 3 „I“-Wörter werden, doch je länger man darüber nachdachte, umso mehr „I“s wurden es: Impulse, Ideen, Inspiration, Interaktion, Input,… Das war es also bei der stART11 – auch in seiner 3. Auflage.

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Denn diese stand ganz im Zeichen des digitalen Geschichteerzählens. Ein relativ „neues“ Thema in der Social Media-Welt von Deutschland. Hatte man sich bislang vor allem mit Plattformen, Inhalten und Tools beschäftigt, geht es nun an die Substanz: Geschichten entwickeln, Erzählstränge spannend gestalten und Inhalte narrativ aufbereiten. Passend dazu möchte ich gerne 3 Beiträge, die mir besonders gut gefallen haben einmal aufführen:

1, Marcus Brown mit der Eröffnungskeynote: Er ist ein bißchen „G.O.D“., er ist „Felix Freeman“ oder auch „Jack The Twitter“ – zum Beispiel – und treibt als dieser sein Unwesen auf Twitter, entwickelt ein Eigenleben und nutzt das Social Web um anderen Twitterer „einen gehörigen Schrecken einzujagen“. Marcus Brown versteht es, eine Figur, einen Character im Social Web mit allen zur Verfügung stehenden Mitteln aufzubauen, ihn interessant zu inszenieren und ihn lebendig werden zu lassen – das ganze in Form von Streamtelling. Der „I“-Faktor: Museen haben viel Potential einen digitalen Geschichtenerzähler zu gestalten, ihn für sich sprechen lassen und ihn so zum Wegweiser ins Museum zu machen. Oder ganz einfach: Ihn aus dem Museum erzählen lassen.

2, Alexander Maximilian Otto Serrano (AMOS): Es entwickelt Geschichten für Geschichten. Es lässt die Fantasie spielen, damit anderen in eine Fantasiewelt eintauchen können. Alexander Serrano zeigte Anhand prägnanter Beispiele wie eines meiner Serien Favoriten „LOST“ und der „Mystery Box“ von JJ. Abrams oder einem literarisch illustrativen Roadtrip zum Jugendbuchroman von Elizabeth George wie Transmedia Storytelling funktioniert. Anschaulich führte er vor, wie sich in wenigen Schritten ein Kunde zum Fan wird. Der „I“-Faktor: Museen müssen transmediale Geschichten entwickeln, um Kunden zu Fans zu Kunden zu machen. Content dafür haben sie genug.

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3, Patrick Breitenbach (oder auch Herr Breitenbach): Wie läßt man eine Community die Social Web-Arbeit für sich machen wie Apple? Das fasziniert Google-Plusser, das sie ein Hangout mit dem Dalai Lama und Desmond Tutu verfolgen? Patrick Breitenbach versucht dies nicht nur in seinem Beitrag auf der stART zu erkunden, sondern vermittelt, worum es geht. Gleichwohl ob Apple, Dalai Lama, der Papst, Banksy, Lady Gaga, oder oder oder. Alle haben etwas besonderes, eine besondere Lebensgeschichte, die viele begeistert. Das macht sie auf unterschiedliche Art und Weise in der Social Media-Welt erfolgreich. Ergo und um in den Worten von Herrn Breitenbach zu bleiben: „Finde eine fesselnde Geschichte“ und „Gehet hin und seid großartig“. Der „I“-Faktor: Ohne spannende Geschichte und die Inszinierung der Besonderheit eines Museums, da wird man es auf Dauer schwer haben im Social Web.

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Was gab’s noch auf der #stART11: Viel! Weitere klasse Beiträge zu Grundlagen zu Social Media und Transmedia von den stART-Veteranen Frank Tentler und Christian Henner-Fehr, Beiträge zu Technologie von „farfromhomepage“ oder auch „Augmented Reality-Apps“, wo es gute Ansätze für eine Arbeit mit Social Media gab. Was es aber vor allem gab: Viele „I“-Faktoren. Es wurde real interagiert (Netzwerken), viele Ideen ausgetauscht und angeregt, vieles inspirierte für anstehende oder laufende Projekte und der ein oder andere Impuls für 2012 wurde gesetzt.

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Freue mich auf alles, was auch 2012 unter der Flagge der „stART“ durch Deutschland segelt.

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