Museen ab jetzt „einkreisbar“ – 1. Tag Google+Pages und die deutschen Museen dort

Am gestrigen Montag gingen beim Netzwerk Google+ die langersehnten „Pages“ online. Diese Funktion erlaubt es nun, Unternehmen und Institutionen einen offiziellen Account anzulegen und ähnliche Funktionen wie die Privatprofile zu nutzen (zu Thema Google+ für Personen und den Möglichkeiten des Netzwerks habe ich bereits vor längerem einmal gebloggt). Ab sofort sind also Museen auch „einkreisbar“.

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Screenshot der Startseite von „Google+“

Die Pages sind meiner Meinung nach so erwartet und bieten bisher Standard-Funktionen bei der Einrichtung und beim Posten. Info, Website, Kontakt, Profilbild, Fotoalben, und und und. Das Anlegen von Kreisen ist ebenso möglich wie das Starten eines Hangouts. Diese Zusatznutzen (und hoffentlich noch kommende) werden langfristig entscheiden, ob sich eine Präsenz bei Google+ für Museen lohnt. Der Kanckpunkt ist dabei: Museen müssen sich (wie alle anderen kommerzielle Page-Nutzer auch) überlegen, was sie dort inhaltlich machen wollen. Thomas Knüwer schreibt in seiner ersten Zusammenfassung, dass Page-Betreiber kuratieren müssen (und nennt als Beispiel für die erste Page-Nutzung das NRW-Forum Düsseldorf). Darin sind Museen geübt. Nun gilt es, das Können auf das Social Web zu übertragen, Inhaltstrukturen und sinnvolle „Kreise“ aufzubauen und kreativ mit dem neuen Netzwerk umzugehen. Denn meiner Meinung nach gilt es eben auch, Google+ als weitere Säule des Social Web-Auftritts zu nutzen. Gestern schrieb ich in Google+, dass es sich mit dem Social Web-Präsenzen ein wenig so verhält wie im echten Leben: Wenn man sich die Tate Gallery oder das Guggenheim anschaut, gibt es von den Organisationen mehrere Standorte auf der ganzen Welt, die alle ein unterschiedliches Programm bieten, aber dennoch alle im Sinne eines Konzeptes agieren. Diese Idee läßt sich meiner Meinung nach auch auf das Social Web gut übertragen. So müssen Museen kontinuierlich ihr Blog-Museum, Facebook-Museen, Youtube-Museum, Google+Museum,… aufbauen und – je nach Netzwerkwahl – müssen verschiedene Programme geboten werden.

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Screenshot der Google+Page vom Lehmbruck Museum Duisburg

Mit dem gestrigen Start gingen bis heute Abend mehrere deutsche (deutschsprachige) Museen bei Google+ online. Neben dem NRW-Forum Düsseldorf waren dies das Jüdische Museum Berlin, das Lehmbruck Museum Duisburg, das Currywurst Museum Berlin, die Ludwiggalerie Schloss Oberhausen, die Bundeskunsthalle Bonn, das Museum Schloß Bruck oder auch die KUNSTFANS Museum Kunstpalast Düsseldorf. Auch das PR-Kunst-Projekt von Jung von Matt, Museum Of Obsolete Objects, über das ich hier im Blog bereits berichtete, ist ebenfalls dort vertreten.

Google+Pages sind noch am Anfang und es gibt noch keine Möglichkeit von mehreren Admins, Vanity-URLS, und und und. Ich werde die Entwicklung des Netzwerks und die der Museen dort beobachten.

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