Das Museumserlebnis der Zukunft Teil 5: Keine Sorge, das Erlebnis findet vor allem im Museum statt

Bei aller Virtualität und Digitalität die es bisweilen gibt und verstärkt auch in Zukunft geben wird, ist ein ganz entscheidener Faktor wichtig. Egal ob Kunst, Geschichte, Musik, Theater oder welcher Kulturzweig auch immer – der Mensch wird die Kulturgüter unserer Gesellschaft auch in 20 Jahren immer wieder gerne im „echten“ Leben, in der „Offline-Welt“, stattfinden lassen. Die Menschen werden sich Theateraufführungen in Schauspielhäusern, Konzerte ihrer Lieblingsbands im Club oder Ausstellungen im Museum konsumieren. Weil nichts über das Live-Erlebnis geht. Auch nicht, wenn man mit technischen Möglichkeiten sich viel „nach Hause holen“ kann.

Mona Lisa

Die Mona Lisa für Zuhause, wenn man gerade nicht in den Louvre kann

Nehmen wir einmal das Beispiel „Mona Lisa“ von Leonardo da Vinci. Jeder kennt dieses Bild. Neben den vielen Reproduktionen und dem Merchandise-Artikeln bekommt man im Internet viel zum Thema „Mona Lisa“ geboten. Die Google-Bildsuche spuckt über 5.300.000 Ergebnisse aus, auf Wikipedia findet man einen ausformulierten, detaillierten Bericht zum Kunstwerk und die Dame ist selbstverständlich imApp des Museums an prominenter Stelle mit vertreten. Auf der Website des Musée du Louvre kann man sie sich ebenfalls heranzoomen. Da sollte man doch denken: Warum sollten Museumsbesucher eigentlich noch in den Louvre in Paris gehen?!

Mona Lisa Louvre

Die Mona Lisa und die Besuchermassen im Louvre

Die Antwort: Weil jeder Kunstfan die „Mona Lisa“ (und natürlich auch andere Meisterwerke der Sammlung) auch einmal (oder mehrfach) in echt sehen will. Man will sehen, wie groß es genau ist, wie die Farbe genau aussieht, wie das Bild auf einen wirkt, wie nah man an das Bild herankommt. Ich war dieses Jahr im Louvre, wo sich das gerade geschriebene bestätigte. Massen von Menschen drängten sich in dem Raum um einen Blick und einen „Klick“ auf Leonardos Meisterstück zu bekommen. Gleiches konnte man in ähnlicher Form bei der „Venus von Milo“ oder der „Nike von Samothrake“ erleben.

Also bei aller gegenwärtigen und zukünftigen Treiben von Internet, Web2.0, Social Media und Digitalität: Keine Sorge, das Museumserlebnis findet vor allem im Museum statt. Und besonders dann, wenn man als Besucher schon vorher online „schnuppern“ kann, was einen erwartet.

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