Das Museumserlebnis der Zukunft Teil 4: Warum digitale Geschichtenerzähler immer wichtiger werden

Wer sich als Museumsfan im Social Web bewegt, wrid schnell auf sie aufmerksam und folgt ihnen gerne. Sie sind meist nicht zu übersehen, da sie irgendwie herausstechen und einen gewissen „Oha!“-Effekt erzeugen: Digitale Geschichtenerzähler von Museen. Sie sind meist einem Ausstellungsobjekt oder einem Maskottchen der Museumspädagogik oder des Marketings „entnommen“ und werden für Facebook, Twitter und Co. zweckentfremdet. Als Sprachrohr einer Institution oder eines Projektes in der digitalen Welt. Sie sind meist authentisch, identifikatorisch und oft sympathisch. Sie sprechen die Sprache des jeweiligen Netzwerks und der User. Sie sind alles andere als gewöhnlich. Und das ist auch gut so.

Digitale Geschichtenerzähler

Digitale Geschichtenerzähler von Museen im Social Web

Denn gerade beim derzeitigen Wachstum und verstärkten Auftreten von musealen Einrichtungen in den beiden genannten sozialen Netzwerken (zur Zeit gibt es in Deutschland mehr als 300 Museums-Fanseiten und über 150 Twitter-Accounts von Museen), gilt es mit Kreativität zu arbeiten. Nicht zuletzt die etablierte TATE-Gallery startete vor einiger Zeit genau zu diesem Thema eine Umfrage auf deren Blog. „Sollten Museen Social Media kreativer nutzen?“. Ich denke, die Antwort ist ein ganz klares „Ja“. Denn auch im virtuellen Raum, genau wie es bei Websites der Fall ist, sollte jedes Museum auch sein eigenes Profil erkennen, entwickeln und schärfen. Und vor allem sein Alleinstellungsmerkmal als große Chance nutzen. Denn das macht schließlich ein jedes Museum aus, dieses lockt Besucher von der 2.0-Welt ins Museum.

Wenn es um die Entwicklung eines digitalen Geschichtenerzählers geht, dürfte in den meisten Museen keine Not bei der Auswahl eines passenden Charakters bestehen. Sie haben einen riesigen Reichtum an spannenden Dingen in ihren 4 Wänden und nahezu unendlich viele Inhalte, die mit einem auserkorenden „Storyteller2.0“ transportiert werden kann. Dieser kann erzählen, mitteilen, kommunizieren und informieren gleichermaßen.

Hier einmal die Links zu oben genannten Accounts (manche sind leider nicht mehr aktiv, manche sehr selten, aber manche umso mehr):

Engine Museum Cat | Hans Huckebein | Mr.N | Koboldin Sulinchen | QWoo | Rubens | Poseidon | Die Kniende | Jan Wellem

Ein weiterer digitaler Charakter wurde vor einiger Zeit mit Beginn des Jubiläumsjahres von Friedrich II und der Ausstellung „Friederisiko“ eingeführt. Eben kein geringerer als Friedrich der Große selber, der nun z.B. auf Facebook zu Interessierten spricht:

Friedrich 300

Facebook-Fanseite zur großen Sonderausstellung „Friedrich 300“

Digitaler Geschichtenerzähler nehmen in den Sozialen Netzwerken die Hemmschwelle der User zur Kontaktaufnahme und für die rege Kommunikation mit dem Museum. Dennoch gilt auch hier: Ein QWoo, Mr.N, Poseidon,… muss sinnvoll in ein Gesamtkonzept eingebettet werden. Es darf nicht das alleinige Zugpferd sein. Wie immer bei der Arbeit mit dem Web gilt: Auf die Mischung kommt es an!

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