Das Museumserlebnis der Zukunft Teil 3: Stimmen und Meinungen zum Thema via virtueller und realer Welt

Nachdem ich die Beitragsserie zum „Museumserlebnis der Zukunft“ gestartet habe, war für mich auch sehr schnell klar, dass ich gerne in der digitalen und der echten Welt Stimmen, Meinungen und Ideen zu dem Thema einholen wollte. Diese kommen nun in diesen Beitrag, den ich regelmäßig updaten werden. Freue mich darauf, wie diese dynamische Sammlung wächst und was sie für Vorstellungen hervorbringt. Vielen Dank bereits für die vielen 140-Zeichen-Tweets, die ich hier möglichst „tweet-genau“ einfüge.

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Illustration zur Twitter-Umfrage zum Museum(serlebnis) der Zukunft

Elen Griffiths (@artforexample): Das „Museumserlebnis der Zukunft“ ist schon angekommen – es sieht wie GoogleArt aus (www.googleartproject). Dass heißt, dass zukünftig alle grössten Kunstwerke der Welt zur virtuellen Verfügung stehen werden.

Frank Tentler (@frank_tentler): Geschichte erleben. Kunst spüren. Wissenschaft begreifen. Mit allen Sinnen & technischen Möglichkeiten

Florian Junk (@junk_f): Frage des Raumes; Eventuell dank Digitalität alles im Schaukasten = Aura geht verloren; Kinderbindung an Museum noch wichtig?! @MuseumsHeld: Ich denke schon, dass die Kinderbindung wichtig sein wird. Macht einen Großteil des Publikums aus!🙂 @junk_f: Das Problem ist, dass diese langfristige Investition oft nicht erkannt oder adäquat behandelt wird.

Oldenburger Computer-Museum (@OCM_): Auf jeden Fall wird das Museum der Zukunft erlebnisorientiert und viel zum Mitmachen, selbst begreifen und verstehen. @MuseumsHeld: Wie sieht eurer meinung nach die Einbindung von Digitalität & Technik aus? @OCM_: Das ist simpel bei uns, da ja die Exponate direkt digital sind. Diese Brücke muss also nicht erst geschlagen werden. Interessanter ist es, wie die Besucher motiviert werden können, das Hands-On Prinzip zu leben und die Exponate aktiv zu nutzen. Social Web ist ja nicht erst in Zukunft wichtig. Schon jetzt ist es unsere beste und flexibelste Möglichkeit zu informieren.

Christian Gries (@cogries): Zitat Matisse – „Ich träume von einer Kunst, die für jeden Geistesarbeiter (…) ein Beruhigungsmittel ist, in dem man sich von physischen Anstrengungen erholen kann (…)“. Eine Erholung für das Gehirn, so etwas wie ein guter Lehnstuhl.

Ulrike Schmid (@UlrikeSchmid): Erst mal freies WLAN im Museum für alle. Für den Rest brauch ich mehr als 140 Zeichen🙂 (Anmerkung @MuseumsHeld: Fortsetzung kommt sicherlich).

Joanneum (@Joanneum): Meine persönliche Meinung in Stichworten: Keine Inszenierungen, Ort des Lernens, der Erinnerung u. Erholung, Wertbeständigkeit. Serviceleistungen wie WLAN (natürlich! :-)), Cafes, Shops, Qualität in Ausstellungskonzeption und Vermittlung.

Tanja Neumann (@TanjaNeumann): Interaktiver, persönlicher. Originalobjekte! Kombiniert mit Multimediastationen (totale Immersion?)… Besucher kann während des Besuches Erlebtes auf eigenem (!) Smartphone/Tablet o.ä. speichern & noch mal anschauen & -hören :-) Im Idealfall werden die individuellen, technisch erfassten Erlebnisse in die Ausstellung/kommende Ausstellungen rückgeführt.

Asisi Visual Culture (@asisi): Gute Frage! #PERGAMON-Sonderausstellung mit Asisi #Panorama ist ein spannendes Beispiel dafür http://bit.ly/h1g21D

Wibke Ladwig (@sinnundverstand): Mir fällt viel ein zum „Museumserlebnis der Zukunft“ – aber alles mehr als 140 Zeichen (Anmerkung @MuseumsHeld: Fortsetzung kommt sicherlich).

Currywurst Museum (QWoo): Das Museum der Zukunft? Hoffentlich barrierrefrei! Das Museumserlebnis der Zukunft wird bestimmt viel stärker durch ein Publikum mitgestaltet. #schwarmwissen (Anmerkung @Museumsheld: tolles Wort!)

Chronico (@chronico): Einspruch (zu @Joanneum): Inszenierungen können wertvoller Beitrag sein (wenn auch freilich nicht Selbstzweck). Je nachdem, wie es definiert wird. Objekte, aber auch Lebenswelten werden in Szene gesetzt. Dazu @Joanneum: Inszenierungen i.S.v. Eventkultur, wo die Verpackung im Vordergund steht und der Inhalt nebensächlich zu sein scheint. @Chronico: Übrigens sollten Museen auch nicht genötigt sein, Inszenierungen allein der besseren Besucherzahlen wegen zu machen. @Joanneum: Da stimme ich voll zu. Wobei man hier zwischen öffentlichen Einrichtungen und privaten Museen unterscheiden sollte. Weil Inszenierungen „Awareness“ erzeugen, auf die private oftmals mehr angewiesen sind (Legitimierungsdruck). Wobei die sukzessive kürzung öffentlicher Fördergelder diese Unterscheidung wahrscheinlich bald aufhebt. @Chronico: Das müsste dann auch für Öffentliche gelten: Je weniger Besucher, desto höher der Spardruck, oder gar Schließung.

Jenni Fuchs (@jennifuchs): Hmm, gute Frage. Ob der Digital-Trend sich weiter entwickelt oder es irgendwann einen ‚Back To Basics‘ Gegentrend gibt? Ich persönlich glaube, es ist für beides Platz. Und interaktiv muss ja auch nicht unbedingt digital sein. Auf jeden Fall wünsche ich mir nach etlichen ‚Frustbesuchen‘ mehr Museen die barrierefrei sind für Kinderwagen & Rollstühle! Und nicht nur einen Rampeneingang an einer unmarkierten, verschlossenen Seitentür, sondern sich richtig willkommen fühlen!

Karoline (@dieMelanie): Nach Wunsch mehr Infos über ein Ausstellungsstück erhalten (z.B. über QR-Code) – „Personalisierung“ nach Interessensprofilen.

Christian Spließ (@NGC6544): Bei einer interaktiven Führung kann ich mit meinem Mobile Device-Zusatzinformationen bekommen und mich genauer beschäftigen.

Dorian Ines Gütt (@museumsapp): Ausstellungsräume vom Neuen Museum Berlin, Technik von Minority Report & interaktives Storytelling mit einem Hauch Indiana Jones. Beim Neuen Museum meine ich nur die unteren Etagen, nicht das Museum für Vor- und Frühgeschichte. Endgeräte werden in absehbarer Zeit eine Ergänzung des Museumsbesuches sein – besonders zur Vor- und Nachbereitung geeignet. Außerdem spannendes Experimentierfeld für „Serious Games“ und Touren außerhalb des Museums. Noch ein P.S.: Im Museum der Zukunft gibt’s keine „Fotos-verboten“-Schilder mehr, sondern Besucher-Foto-Wettbewerbe!

Christian Hennerfehr (@kulturmanager): das #Museum der #Zukunft ist multimedial und multidimensional erlebbar🙂

Joern Borchert (@KulturWelt): Die Museen werden zunehmend Zentren der Kommunikation. Im Netz und im realen Leben. Belehrung wird obsolet.

Erlebnismuseen am Rhein (@Erlebnismuseen): Ein Parameter für das Museum der Zukunft: In fast jedem dritten Haushalt leben Senioren http://ow.ly/6NQuJ

Kulturkenner (@kulturkenner): Museumserlebnis der Zukunft: Mehr online? Mehr Vermittlung? Mehr Bürgernähe? Mehr Zielgruppenorientierung? Kommt aufs Haus an.

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